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Die Kibbuzim, einst das einzige freiwillige sozialistische (oder im weitesten Sinne urchristliche?) Experiment mit Erfolg, verkaufen ihr Tafelsilber. „Jede/r bekommt nach seinen Bedürfnissen, jede/r gibt nach seinen Fähigkeiten“ – vom Motto der Gründerväter und –mütter bleibt nicht mehr viel übrig. Häuser und Dienstleistungen werden privatisiert. Die Mitglieder zahlen ihr Mittagessen mit Magnetkarten, die einst frei zugänglichen, gut gefüllten Kühlschränke sind verschlossen. Für Strom und Wasser kommt jeden Monat eine Rechnung. Statt in die Gemeinschaftskasse fließen die Gehälter aufs eigene Konto. Viele Kibbuzbewohner leben jetzt besser und manche – vor allem die alten Leute – viel schlechter. Einige, die sich mit dem angeblich zwangsläufigen Wandel nicht abfinden wollen, gründen neue Lebensgemeinschaften in der Stadt – und in der Wüste. „Bei uns entscheidet jeder selbst“, erklärt Ofer von der Stadtgemeinschaft Tamuz den Unterschied zum Kibbuz mit seinen Ausschüssen und Abteilungen. „Dabei nimmt jeder freiwillig Rücksicht auf die Gemeinschaft.“ …

Meine Text und Fotoreportage und/oder ein Hörfunkmanuskript schicke ich Ihnen gerne zur Ansicht zu.

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