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entspannte Freundlichkeit allenthalben, junge Leute, die eine Idee haben, fangen einfach mal an, wie der Gründer von citybike http://www.citybike.ee , der sein Hobby (Radeln) zum Beruf gemacht hat. Daraus hat sich eine respektable Firma mit 10 Angestellten entwickelt –  oder ein anderer, der angefangen hat, Reste der Sowjetunion zu sammeln und jetzt mit ein paar Freunden damit in einem leerstehenden alten Lagerhaus ein Museum (www.made-in-ussr.com) aufgemacht hat. Klos gibt’s nicht, dafür Kwas vom Fass und viele spannende Geschichten von kreativen Menschen, die sich in der sowjetischen Mangelwirtschaft zu helfen wussten. Das Museum (75 eek Eintritt) trägt im zweiten Jahr zumindest schon seine Kosten. Hinter dem Bahnhof beginnt eine andere Welt, Russischer Markt, Ramsch und Sowjetdevotionalien, Wecker mit Stalinkonterfei, Leninbüsten, Ostalgie, Nazi-Abzeichen und Wehrmachtsstreichhölzer. Wenn’s denn Geld bringt. Manche Markbesucher sind schon am Morgen besoffen, das ganze hat eine eher lustlose Atmosphäre…. Auf der anderen Seite der herausgeputzten, touristengefüllten, unverschämt teuren Freilichtmuseums-Altstadt das Viru Center, eine langweilige Shopping-Mall wie überall. Eine mürrisch dreinblickende Kassiererin im unterirdischen Lebensmittelmarkt schüttelt auf die Frage „Do you speak English?“ den Kopf und will eine Kollegin holen. Die Frage „Russkie?“ lässt ihr Gesicht wie eine aufgehende Sonne strahlen. Mit meinen paar Wörtern Russisch war der Nachmittag gewonnen, der restliche Einkauf dann kein Problem mehr. Hat sich der Russischkurs doch gelohnt (auch wenn nicht viel hängen geblieben ist)

Mittsommer im "Freiheitsmuseum" gennanten Freilichtmuseum von Estland

"Russischer Markt" hinter dem Bahnhof

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