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„Sie können Ihr Fahrrad hier nicht abstellen“, schnauzt mich zur Begrüßung eine der vielen Bundespresseamts-Mitarbeiterinnen an, als ich mein Rad am Fahrradbügel vor der Stadthalle anketten will. „Die Räder sind alle kontrolliert“. Mein Vorschlag, auch mein Rad zu überprüfen, überzeugt sie nicht – also wieder losketten und rüber vor die Post. Da ist es kein Problem. Drinnen strenge Kontrollen und Sicherheitsschleusen wie am Flughafen. Bis die Kanzlerin kommt, dauert es noch eine Stunde. Wer noch rein will, muss trotzdem jetzt schon hinein. 17h15. Dann warten….

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… immer schön auf dem Wohlstandsteppich bleiben: Das gute Stück wurde anscheinend extra für das Gespräch unserer Bundeskanzlerin mit dem Bürger / der Bürgerin gefertigt….

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… nett und freundlich, durchaus auch schlagfertig und gut im Zuhören….

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… nun wüßte ich noch gerne ,wie viel dieser Riesenaufwand (ein ganzer Schwarm von Mitarbeiter/innen des Bundespresseamts, sonstiges Personal aus Berlin und jede Menge Sicherheit ) für 90 Minuten gepflegtes Gespräch gekostet hat…. Werde mich mal beim Bundespresseamt erkundigen. Jetzt sind die ja alle auf der Autobahn Richtung Berlin….

Nachtrag: Heute rief mein Auftraggeber an: Die Fotos haben ihm nicht gefallen. Als ich ihm erzähle, dass die Fotografen nur aus großer Entfernung Bilder machen durften und  5 Minuten nach Angela Merkels Einzug den Saal verlassen musste kam die Frage: „Was hat das dann mit Bürgernähe und Transparenz zu tun?“ Das frage ich mich auch.

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