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München / Tel Aviv. 15.7.2012, Ronny hatte nur ein Foto von sich mit seiner kleinen Tochter auf dem Arm bei facebook hochgeladen. Sie hält eher beiläufig eine kleine israelische Fahne in der Hand. Unter dem Foto steht „Iranians we will never bomb your Country. We Love you“, Iraner, wir werden Euer Land niemals bombardieren. Wir lieben Euch. „Ich wollte nur ein Zeichen setzen“, erzählt Ronny, ein hagerer 41jähriger mit militärisch kurzgeschorenen Haaren. Dann kamen immer mehr Briefe und Fotos von Leuten aus der ganzen Welt. Es wurden 1000e, „als hätten die Leute nur darauf gewartet“.

So hat Ronny – ohne es zu ahnen – eine der größten politischen Kampagnen im Internet losgetreten. Inzwischen widmet der Grafik-Designer einen Großteil seiner Freizeit dem  „Israel Loves Iran“ Projekt, schreibt, postet, hält Vorträge. Zur Eröffnung der Ausstellung „Einblick Iran“ des Filmemachers und Fotografen Benedikt Führmann ist er nach München gekommen, um seine Kampagne vorzustellen. Sie zählt inzwischen gut 100.000 Unterstützer aus aller Welt – auch aus dem Iran und es geht weiter. „Krieg“, sagt Ronny, „beginnt mit Bildern in den Köpfen  und dem müssen wir das viel stärkere Bild vom Frieden entgegensetzen.“ Wenn genug Menschen mitmachen, schlössen sich die Politiker auch an. „Die warten erst mal ab, wie sich unsere Kampagne entwickelt.“

Den Krieg kennt Ronny zur Genüge. Als Fallschirmjäger der israelischen Armee war er lange im Süd-Libanon stationiert. Jetzt will er Frieden.

In einem Beitrag stelle ich Ronny, die Kampagne Israel loves Iran und Folgeprojekte wie Palestine Loves Israel der Deutsch-Palästinenserin Joujou vor.

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