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Der anspruchsvollere Teil der Medienlandschaft (und vor allem der öffentlich-rechtliche Rundfunk) erinnert mich immer mehr an das Spiel von den „Zehn kleinen Negerlein“ (darf man nicht mehr sagen, ich weiß, ist   ein anderes Thema). Bald jeden Monat macht einer meiner besten Kunden zu (es sind kaum mehr welche übrig). „Wird abgeschafft“ lese ich heute von einer Redakteurin der exzellenten Sendung „Atlas“ im Schweizer DRS (ich arbeite natürlich nur für gute Sendungen 😉 ). Gleiches schon vor längerer Zeit von den „Kontrasten“ auf WDR 3 (Westdeutscher Rundfunk) und vielen weiteren guten Radiosendungen . WDR 3 wird komplett umgebaut (kürzer, schneller, flacher…). Andere Programme werden eingedampft: weniger Sendezeit, weniger Geld (Europa heute vom Deutschlandfunk ist ja schon vor längerer Zeit deutlich kürzer geworden).  Die Programmchefs schauen auf die „Quote“: Die dokumentiert nur, in wie vielen Radiogeräten wann welcher Sender läuft. (Seit immer mehr Leute Radio übers Internet hören sagt diese Zahl wahrscheinlich auch nicht mehr viel.) Ob jemand ZUHÖRT misst niemand. Spannend wäre ein Vergleich der HÖRERzahl und nicht der Zahl der Geräte, aus der ein Programm dudelt. In Läden, Friseurstuben etc.  läuft z.B. jede Menge Flachfunk, ohne dass irgend jemand darauf achtet. Die Damen und Herren Programmdirektoren, Wellenchafs etc. erzählen gerne vom „Qualitätsjournalismus“ (was auch immer das genau ist) – nur: Wer will ihn noch machen und dann vielleicht auch noch bezahlen? So weit kommt’s noch.

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