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Fes, Marokko. Immer wieder begegnen mir die wesentlichen Weisheiten des Lebens in ganz unterschiedlichen Kulturen. „Ohne Wasser kein Leben“ begründet Imad die Brunnen, die in fast allen marokkanischen Innenhöfen, Hotellobbies und an vielen Strassenecken vor sich hinplätschern. Der ungefähr 30 Jahre junge Imad trägt Baseballkappe und eine coole Sonnenbrille. Das iphone hat er immer griffbereit. Lebensfroh und immer für einen Spass zu haben versteht er sich als gläubiger Muslim. Die heilige Bedeutung des Wassers stehe schon im Koran, ebenso wie viele andere Erkenntnisse, die sich genauso im Christentum und Judentum finden. Letztlich sind die Unterschiede minimal und die Gemeinsamkeiten der Religionen frappierend. „Ganz natürlich“, findet Imad dies, schliesslich seien diese Erkenntnisse spirituelle Grundlagen des Lebens, die alle Menschen miteinander teilten. „Und warum“, frage ich ihn, „schlagen sich die Menschen dann seit Jahrhunderten wegen angeblich so unterschiedlicher Religionen gegenseitig die Schädel ein?“ Dies sei die Macht des Satans, der zu viele Menschen immer wieder unterlägen, indem sie die friedlichen Religionen falsch interpretierten. Das hätte ein Pfarrer oder ein Rabbiner nicht anders gesagt.

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