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„Moskauer Vorstadt“ in Riga: Das größte erhaltene Ghetto in Europa

Von Robert B. Fishman

Die „Moskauer Vorstadt“ im Osten von Riga war vor der dem Zweiten Weltkrieg das jüdische Ghetto. Die alten Holzhäuser im russischen Stil sind bis heute erhalten. Sie gehören zum UNESCO-Welterbe.


Moskauer Vorstadt in Riga, Lettland
 

Die „Moskauer Vorstadt“ im Osten von Riga war vor der dem Zweiten Weltkrieg das jüdische Ghetto. Die alten Holzhäuser im russischen Stil sind bis heute erhalten. Sie gehören zum UNESCO-Welterbe, weil das geschlossene Areal an das jüdische Leben in den baltischen Staaten erinnert. Ein alter lettischer Rabbiner pflegt im jüdischen Museum die Tradition und junge zugezogene Juden haben eine neue Schule für jüdische Kinder gegründet.

Für die Nachwelt sichern

Über brüchiges Kopfsteinpflaster rumpelt die Straßenbahn durch Rigas Moskauer Vorstadt. Die Kulisse vier- und fünfstöckiger grauer Mietshäuser der vorletzten Jahrhundertwende geht in eine lockere Bebauung über. Von verwitterten russischen Holzhäusern aus der Zarenzeit blättert die blassgrüne und fahlgelbe Farbe.

Während des Zweiten Weltkriegs deportierten die Nazis Juden aus den baltischen Ländern und Westeuropa ins Ghetto Riga am Rande der Moskauer Vorstadt. Nur wenige von ihnen haben den Holocaust überlebt. Heute ist das Holzhaus-Viertel das einzige fast komplett erhaltene jüdische Ghetto Europas.

„Jedenfalls sind diese Holzhäuser Teil des UNESCO-Welterbes. Das hat sein Gutes und sein Schlechtes: Gut ist, das sie geschützt sind und nicht zerstört werden dürfen. Schlecht ist, dass viele Besitzer nicht die Geduld oder das Geld haben, die Gebäude zu erhalten. Dann passiert folgendes: Ein Gebäude brennt eines nachts geheimnisvollerweise ab…. weiterlesen

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